72 Angels

„72“ von Lera Auerbach ist ein großes Werk (82 Min) für vierstimmigen Chor und Saxophonquartett. Es ist als eine musikalische Meditation über die 72 Namen von Engeln aus der hebräischen Bibel angelegt. Jeder dieser Engel verkörpert eine besondere Energie: Zum Beispiel Liebe, Gesundheit oder Verzeihung. Alle 72 Präludien sind miteinander verknüpft. Dabei ist die Gesamtkomposition sowohl in zwei als auch in drei Teilen gegliedert –  als ein Sinnbild für Einheit und Teilung. Das Stück endet mit einem ‚Amen‘: eine stille Meditation basierend auf der Obertonreihe, die die Herkunft und Basis jeglicher Harmonie und Klänge ist.

PREMIERE FRÜHJAHR 2018

rsq-sax.com

Lera Auerbach

Lera Auerbach wurde in Tscheljabinsk (Ural) am Rande Siberiens geboren. Im Alter von zwölf Jahren schrieb sie ihre erste Oper. Auerbach absolvierte die New Yorker Juilliard School in den Fächern Klavier und Komposition. Daneben studierte sie Vergleichende Literaturwissenschaft an der Columbia University. Am 1. Mai 2002 gab sie ihr Debüt in der Carnegie Hall, wo sie ihre eigene Suite für Violine, Klavier und Streichorchester op. 60 mit Gidon Kremer und der Kremerata Baltica aufführte.   Seitdem ist die weltweite Karriere der Komponistin, Dichterin und Pianistin in Personalunion nicht mehr aufzuhalten. Die junge Komponistin ist bereits als Pianistin in solch prominenten Konzertsälen wie der New Yorker Carnegie Hall, dem Lincoln Center, dem Münchner Herkulessaal, im Konzerthaus von Oslo und im Kennedy Center Washington aufgetreten. Lera Auerbachs Musik scheint vordergründig traditionellen Einflüssen stark verpflichtet zu sein. Für sie ist es kein Widerspruch, Tonalität und klassische Formen zu nutzen, um so neue Wege zu finden. Bei näherem Hinhören eröffnet sich ein ganzer Kosmos ungewohnter Klänge, Farben und Verfahrensweisen, der in vielerlei Hinsicht einen weit entwickelten Personalstil prägt.

leraauerbach.com